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In freier Natur erreichen Reptilien und andere Tierarten durch den harten Überlebenskampf nicht das hohe Alter wie in Zoos. Ihre Lebensräume werden vernichtet, das Nahrungsangebot geht zurück.
Wir Menschen zerstören rücksichtslos die Natur durch Abholzung der Regenwälder, großflächigen Abbau von Bodenschätzen, Verschmutzung der Gewässer, Straßenbau, Flughäfen und somit den Lebensraum der Tiere und Pflanzen.
Für viele bedrohte Tierarten ist das Überleben nur noch in Zoos möglich. Leider sterben täglich ca. 100 Tier- und Pflanzenarten aus, die zum Teil noch nicht einmal erforscht sind. |
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| Das Reptilienhaus |
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zeigt Ihnen die Artenvielfalt und Lebensgewohnheiten
einer fremden, exotischen Tierwelt. |
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Wir möchten bei
Ihnen Ängste und Abscheu abbauen, um Verständnis
für eine bedrohte Tierart zu erreichen. |
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| Unsere Ausstellung |
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Trotz hohem Aufwand sind wir bestrebt, alle nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um den Reptilien ein langes und tiergerechtes Leben zu ermöglichen. |
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Deshalb sehen Sie in unserer Ausstellung nur Tiere, die sich für die Terrarienhaltung eignen und nicht unter Besucherstress leiden.Unsere Ausstellung ist nicht an einem häufigen Wechsel des Tierbestandes interessiert. |
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| Angst ist unbegründet, |
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| vor allem Schlangen gehören zu der Tiergruppe, die mit den meisten Vorurteilen belastet ist. Für viele Menschen sind sie Sinnbild des Bösen, die Mächte der Unterwelt |
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| Durch zahlreiche Schauergeschichten, Horrorfilme und Zeitungsberichte will man Ihnen glaubhaft machen, dass Reptilien blutrünstige und menschenfressende Monster sind. |

( Äskulapstab )
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In vielen alten Kulturen und Mythen verkörpern gerade Schlangen das Sinnbild der Fruchtbarkeit und der Weisheit. Sie ist Zeichen des Herrschens und der beschützenden Kraft, wie im alten Ägypten. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Wappentier der Ärzte und Apotheker. |
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| Wenn Sie das Verhalten und die Lebensgewohnheiten der Reptilien kennen, werden auch Sie diesen Tieren den ihnen zustehenden Respekt entgegenbringen. |
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Überzeugen Sie sich selbst,
wie gefährlich Reptilien wirklich sind. |
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| Reptilien |
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gehören zu einer der ältesten und urtümlichsten Tiergruppe unserer Erde. Die fossilen Funde von Schuppentieren (Squamaten) reichen bis in die Perm – Zeit, ca. 250 Millionen Jahre zurück. |
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Den Höhepunkt ihrer Existenz hatten Reptilien in der Trias u. Jura (Saurier), die meisten starben in der Kreidezeit aus. Heute leben noch ca. 7800 Arten. |
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Zu den Reptilien gehört die Brückenechse, ein noch heute lebendes Fossil, das nur auf Neuseeland lebt. Schildkröten, Echsen, Schlangen und Krokodile haben sich " fast " alle Lebensbereiche erobert. |
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| Alle Reptilien sind |
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wechselwarme Wirbeltiere, d.h. sie haben keine konstante Körpertemperatur. Sie müssen ständig zwischen Sonne und Schatten hin und her wechseln, damit sie die ideale Körpertemperatur erreichen und halten können. |
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Reptilien haben eine trockene und drüsenarme, beschuppte Haut, die meisten Arten besitzen Gliedmaßen. Reptilien sind vorwiegend landbewohnende Kriechtiere und Lungenatmer, es gibt lebendgebärende und eierlegende. |
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| Giftschlangen |
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verfügen über einen speziellen Tötungs- und Verteidigungsapparat. Über Giftdrüsen und Verbindungskanäle wird das Gift (bestehend aus Eiweißen) zu den als Injektionskanülen ausgebildeten Giftzähnen transportiert. |
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Schlangen beißen mit weit geöffnetem Maul blitzschnell zu und verhindern so, dass sie an der Beute hängenbleiben und verletzt werden. |
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| Schlangengift wird in zwei Gruppen eingeteilt: |
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| Blutgifte: |
| Schlangen mit beweglichen Giftzähnen wie Kreuzottern, Gabunvipern, Klapperschlangen usw. haben größtenteils Blutgifte. Der Tod tritt meistens infolge Kreislaufschwäche ein. |
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| Nervengifte: |
| Schlangen mit unbeweglichen Giftzähnen wie Mambas, Kobras, Korallenschlangen usw. haben größtenteils Nervengifte. Der Tod tritt meist infolge Lähmung der Herz- oder der Atemmuskulatur ein. |
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Gabunviper (Bitis gabonica rhinoceros)
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Schlangen besitzen zwischen Kopf und Kloake
ca. 130 Wirbel, deren Zahl kann auch über 300 Wirbel liegen. |
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| Vipern und Ottern haben die wenigsten Wirbel, Riesenschlangen besitzen die meisten. |
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| Alle Echsen sind |
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Kriechtiere, die meist vier Beine haben, es gibt aber auch beinlose wie unsere einheimische Blindschleiche. Je nach Lebensbereich und Art sind sie mit Krallen oder Haftlamellen ausgestattet. Geckos z.B. können mühelos Glasscheiben hoch laufen. Nicht alle Echsen haben bewegliche Augenlider, bei manchen Arten sind die Lider festgewachsen und die Augen durch eine Hornhaut geschützt. |
Echsen wie z.B. die Warane ernähren sich von Mäusen, Vögeln, Eiern und Insekten. Es gibt aber auch zahlreiche Vegetarier unter ihnen, wie den Grünen Leguan. Die Vermehrung ist ähnlich wie bei den Schlangen, einige legen Eier und andere bringen lebende Junge zur Welt. |
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| Wir freuen uns auf Ihren Besuch! |
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Reptilienhaus Lüftlmalereck 5 82487 Oberammergau |
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